Schülerpraktikum bei der comcrypto GmbH

von Schülerpraktikantin Shirin

In der neunten Klasse hatten wir im Zuge eines Schülerpraktikums die Chance, einen Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten. Ich habe mich dabei für einen Praktikum bei der comcrypto GmbH in Chemnitz entschieden, da ich mich schon länger für das große Feld der Informatik und das Programmieren interessiere. Außerdem war ich mir sicher, dass ich mir dort auch einiges an neuem Wissen aneignen kann und neue Erfahrungen sammeln kann.

Der erste Tag

In der Brückenstraße Nummer 4 angekommen, erklimme ich langsam die Stufen, bis ich mich im 4. Stockwerk wiederfinde. Ich atme noch einmal tief durch und betätige dann die Klingel. Ein junger Mitarbeiter empfängt mich mit einem fröhlichen „Hi“. Obwohl er eine Maske trägt kann ich sein Lächeln sehen.

Die warmen, hellen Lichter an der Decke des Business-Floors der Firma lassen meine Müdigkeit verfliegen. Der Mitarbeiter bringt mich bis ganz nach hinten, an meinen Arbeitsplatz. Einige andere Mitarbeiter sind bereits da und tippen unaufhörlich auf ihrer Tastatur herum. Nachdem ich mich am Computer eingeloggt habe, werden mir noch einmal alle wichtigen Räume für die nächsten Tage gezeigt. Lager, Küche, Toiletten und Büros (inklusive "Ideenschmiede").

Ich besorge mir ein Glas Wasser und schon geht es los. Nachdem alles Wichtige eingerichtet ist, treffe ich mich mit meinem Betreuer in einem virtuellen Meeting-Raum. Zuerst wird mir alles Wichtige zum Unternehmen an sich vorgestellt. Ich mache mir Notizen und anschließend darf ich basierend auf diesen Informationen meinen eigenen Artikel für die firmeneigene Website verfassen.  Außerdem bekomme ich eine kleine Einführung zum Thema Marketing. Die Zeit vergeht wie im Flug und ehe ich mich versehe sind 7 Stunden, inklusive Mittagspause, vergangen.

Obwohl ich es anfangs nicht vermutet hätte: Cyber-Sicherheit kann durchaus spannend und interessant sein. Auch die Art, wie mir das Wissen vermittelt wurde, war sehr angenehm und verständlich gestaltet. Als ersten Eindruck konnte ich nach Tag eins mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause gehen.

Meine Aufgaben

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob ich nur eintönige und wiederholende Tätigkeiten nachgehen musste. Tatsächlich war das nicht der Fall. Alles, was ich in den zwei Wochen bei comcrypto gelernt und gemacht habe, war stets abwechslungsreich und größtenteils spannend. Außerdem hatte ich oft das Gefühl, dem Unternehmen mit dem was ich tat zu helfen. Mein Praktikumsleiter hat mich stets gelobt, wenn ich eine Aufgabe gemeistert hatte.

Woche eins dreht sich vor allem rund um das Thema Marketing und Vertrieb eines virtuellen Produkts. Der Vergleich zu einer Tafel Schokolade macht mir deutlich, wie schwierig es ist, jemandem ein Produkt zu verkaufen, welches nicht materiell ist. Ich beschäftige mich mit Webdesign auf bildlicher und schriftlicher Ebene und wie beides zusammenspielt. Gegen Ende dieser Woche bekomme ich eine langfristigere Aufgabe, die recht häufig für Praktikanten gestellt wird: Inventur. Zählen, Aufschreiben, in die Tabelle eintragen. Allerdings ist es damit nicht getan. Zusätzlich soll ich mir ein System ausdenken, mit dem man feststellen kann, ob ein Produkt knapp wird und nachgekauft werden muss.

Die zweite Woche beginnt mit einer kleinen Einführung in die Welt der Programmierung. Zwei Tage lang beschäftige ich mich gemeinsam mit einer Mitarbeiterin mit der Programmiersprache C++. Das Thema Programmieren war bei meiner Praktikumswahl ausschlaggebend. Interessant, spannend und etwas kompliziert. Aber ich habe das Gefühl, dass ich die Basis verstanden habe.

Später in dieser Woche wird die Inventur-Aufgabe noch erweitert und ich entwickle einen Prozess, um den Verbrauch der Produkte zu verfolgen. Auch das gibt mir das Gefühl, einen Mehrwert für das Unternehmen zu liefern, weshalb ich mich auch mit Interesse daran beteiligt habe.

Allerdings habe ich nicht nur interessante Aufgaben übertragen bekommen. Am letzten Tag meines Praktikums habe ich Werbebriefe kuvertiert, typisch Praktikant eben. Insgesamt habe ich mich am längsten mit der großen Aufgabe Inventur und der darauf folgenden Anschlussaufgabe beschäftigt.

Das Team

Von den Mitarbeitern und Werkstudenten kann ich nur das Beste berichten. Sie alle sind stets hilfsbereit, aufgeschlossen und für fast jeden Spaß zu haben. Außerhalb der eigentlichen Arbeitsaufgaben waren besonders die Mittagspausen recht unterhaltsam und amüsant. Als mein Praktikum zu Ende war, verabschiedeten sich alle und ich bekam sogar ein Abschiedsgeschenk von meinem Praktikumsleiter.

Mein Fazit

Ist ein Praktikum bei comcrypto weiterzuempfehlen? Definitiv ja. Diese beiden Wochen waren zwei der schönsten und vor allem lehrreichsten meiner bisherigen Schullaufbahn. Ich habe nicht nur gelernt, dass Cyber-Sicherheit im Bereich der E-Mail Verschlüsselung unglaublich wichtig ist, sondern auch wie bestimmte Dinge in einer Firma ablaufen. Der Crashkurs zu C++ war ebenfalls hilfreich und ich habe jetzt eine klarere Vorstellung von meiner Zukunft auf dem Gebiet der IT.